Posts mit dem Label Weisheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Weisheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 16. Juni 2018

Alan Watts - Lebe jetzt!

Alan Watts war ein sehr interessanter Philosoph des 20igsten Jahrhunderts. Hier werde ich seine wichtigsten Sätze vom Buch Lebe jetzt! Der Weg der Befreiung zitieren:





"Worte drücken nur einen winzigen Bestandteil dessen aus, was der Mensch weiss, denn was wir sagen und denken können, ist immer unermesslich viel weniger als das, was wir erfahren."

"... dass willentliches und unwillkürliches Tun im Wesentlichen identisch sind."

"Hat man erfasst, dass diese scharfen Trennlinien zwischen Ich und Umwelt und willkürlich und unwillkürlich zwar allgemein üblich sind, aber nur innerhalb von begrenzten und ein Stück weit willkürlichen Perspektiven gelten, so stösst man zu einer Art von Erfahrung vor, auf die Formulierungen wie 'Eines ist Alles und Alles ist Eines' durchaus passen. Denn mit diesem Eines-sein ist das Verschwinden einer starren Grenzlinie, eines rigiden Dualismus gemeint."

"Unser Leben besteht im Wesentlichen aus Tätigsein, aber wir haben die Fähigkeit, unser Tätigsein durch Nachdenken zu überprüfen. Zu vieles Nachdenken bremst und lähmt das Tätigsein"

"Ein Ausweg aus dieser bizarren Lage eröffnet sich zu Beginn der Einübung in das Zen dann, wenn einem aufgeht: 'Ich selbst, so wie ich bin, bin ein Buddha. Denn im Zen geht es nicht eigentlich darum, ein Buddha zu werden, sondern als Buddha zu handeln."

"Je stärker unsere Teleskope werden, desto weiter dehnt sich das Universum aus. Wir selbst sind es, die vor uns selbst davonlaufen."

"Albert Camus hat am Anfang seines Buchs Der Mythos von Sisyphus die folgende sehr feinsinnige Bemerkung gemacht: 'Die einzig echte philosophische Frage lautet, ob man Selbstmord begehen soll oder nicht."

"Mir scheint es völlig offensichtlich zu sein, dass wir keine Zufallsprodukte sind."

"Der springende Punkt ist also: Das Leben hat wie die Musik seinen Zweck in sich selbst."

"... jemanden von der Halluzination, ein von Haut umgebenes Ego zu sein, zu befreien, besteht darin, den Betreffenden irgendwie zu verblüffen."

"... sondern um ein Einssein, das sich gerade in den Unterschieden manifestiert, die wir wahrnehmen. Alles ist polar, wie die beiden Pole eines Magneten."

"Der Buddha sagte, die Weisheit könne nur aus dem Verzicht auf das selbstsüchtige Begehren oder Wollen kommen."

"Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert."

"Wenn wir uns in die Prozesse der Natur einmischen und effizientere Pflanzen und Tiere züchten, müssen wir auf die eine oder andere Weise immer dafür bezahlen."

"Je mehr Vielfalt und je mehr Fertigkeiten wir verfügen, desto besser werden wir gestellt sein."

"... und man behandelt das äussere Symptom statt der inneren Ursache."

"Wenn es nun darum geht, einen Menschen zu heilen, meinen wir ja, es sei fast alles erlaubt: die kompliziertesten Operationen; Menschen tagelang an Schläuche anzuschliessen und mit Röntgen- und Laserstrahlen zu beschiessen, um krankes Gewebe wegzubrennen; Menschen Schockbehandlungen auszusetzen; Menschen in die farblosen, monotonen Korridore der Nervenheilanstalten einzusperren, weil sie nicht verstehen können, was man von ihnen eigentlich erwartet, und weil das die Psychiater selbst auch nicht wissen. Es ist eine Art von kafkaeskem Albtraum."

"Sie sehen, es zeugt von schlechtem Geschmack, wenn man unter seinen Kollegen auf seinem Gebiet brillant ist, denn damit stellt man die Kollegen in den Schatten. Aus diesem Grund neigt die Fakultätbelegschaft dazu, eine gelehrte Mittelmässigkeit einzuhalten."

"Folglich ist das der Sachverhalt: Die ganze Vorstellung von der Besserung seiner selbst ist nichts als Lug und Trug."

"... wenn sie auf diese Weise vom Wahn befreit sind, immer gleich alles verbessern zu wollen, Ihre eigene Natur anfängt, sich um sich selbst zu kümmern. Wenn Sie erst einmal damit aufhören, sich selbst im Weg zu stehen, entdecken Sie, dass alles Wichtige, was Sie tun, Ihnen in Wirklichkeit zufällt."

"Er sagte, der Buddha habe gelehrt, dass das Leben Leiden sei, um die falsche Auffassung zu korrigieren, das Leben müsse nur aus Freuden bestehen."

"Innerhalb eines Körpers gibt es kein Organ, das alle anderen regiert; seine Ordnung und seine Funktion kommen dadurch zustande, dass alle seine Einzelteile miteinander da sind, simultan wirken, sich gegenseitig ermöglichen."

"... dass man im Leben nur dann Erfolg hat, wenn man ihn nicht vorsätzlich erreichen will und wenn man nicht versucht, ihn in den Griff zu kriegen."

"Die Achse der Gegensätze ist also die Wahrnehmung ihrer Polarität. Ihre Verschiedenheit ist explizit, aber ihre Einheit ist implizit."




Mittwoch, 9. November 2016

Election craze

Dieser SPX Future Chart sagt alles, zuerst ein Crash bis -6% danach ein Rebound ins Plus, Crazy Times!

Was sagt uns das?

Der Markt hat nicht immer recht, sondern übertreibt dauernd. Dies gilt es auszunutzen, wenn man an der Börse Geld verdienen will. (Das heisst in der Nacht als der Future sein Tief bei ca. 2030 erreicht hat, haben die meisten aus Angst verkauft, und als dieser Verkaufsdruck vorbei war, war der Weg für einen Upper gegeben. Die meisten Marktteilnehmer verlieren Geld, weil sie emotional handeln. Daher sollte man möglichst gegen die Gefühle handeln [nicht wie die stupiden Algorithmen; menschlich]).


Mittwoch, 18. Mai 2016

André Kostolany - Die Kunst über Geld nachzudenken

André Kostolany war der Börsen - Altmeister schlechthin (1906-1999)

Sein wahrscheinlich bestes Buch ist "Die Kunst über Geld nachzudenken", indem er all seine Lebensweisheiten die er an und in der Börse über die vielen Jahre (80) als Spekulant angehäuft hat.



Folgend einige interessante Auszüge, die sich auch heute nicht verändert haben in den Zeiten von High Frequency Trading (welches sich wieder zurückbildet, da es sich selbst totgelaufen hat) und billigen Onlinebrokern.

"Ich will nicht behaupten, das kapitalistische Wirtschaftssystem, das auf dem Drang nach Geld aufgebaut ist, sei gerecht. Nein, es ist ein Betrug, aber geben wir zu - ein verdammt guter Betrug."

"Spekulation ist eine Kunst und keine Wissenschaft."

"Balzac schrieb in seinem Traktat über das "Elegante Leben", es gebe drei Arten von Menschen; Menschen, die arbeiten, Menschen die denken, und Menschen, die nichts tun. Der richtige Spekulant ist derjenige, der denkt."

"Ich bin meistens zur Börse gegangen, weil ich nirgendwo so viele Dummköpfe pro Quadratmeter treffen konnte wie dort."

"Viele Laien bezeichnen die Börse immer auch als Thermometer der Wirtschaft, was sie aber nicht ist."

"Der erste Faktor ist das Geld. Geld ist für die Börse wie der Sauerstoff zum Atmen."

"Deflation: Die grösste Katastrophe für die Börse"

"...Denn die Börse ist Massenpsychologie."

"...Aktien auf Kredit zu kaufen ist verboten."

"Denn wie heute konnte man dem Publikum alles versprechen. Nichts ist leichter, als den Leuten Wertpapiere zu verkaufen, deren Kurs schon gestiegen ist."

"... ein so eingefleischter Baissier wie zu Beginn meiner Karriere war ich nie wieder."

"...befinden sich an der Aktienbörse unter hundert Spekulanten nur fünf Baissiers."

"...Ein grosser Finanzier kann auch ein schlechter Spekulant sein."

"Es liegt auf der Hand, dass die Kurse der Aktien niemals ihrem wahren Wert entsprechen. Sie sind immer höher oder tiefer."

"Chartlesen ist eine Wissenschaft, die vergebens sucht, was Wissen schafft." 

[Mein Kommentar: als Chartist dazu: Er hat gar nicht so unrecht, denn wie er selber erlebte, kannte er keinen richtigen Chartisten [Börsenspieler, die nur aufgrund von Chartsignalen handelten - aber zu oft] der langfristig Gewinn machte. Man sollte Charttechnik und Fundamentaldaten 50% geben.]

"Wenn er selbstständig denkt, ist er 90% seiner Kollegen bereits überlegen, ganz egal wie wieviel sie arbeiten."






Donnerstag, 28. März 2013

Dass oft die allerbesten Gaben


Dass oft die allerbesten Gaben
Die wenigsten Bewunderer haben,
Und dass der grösste Teil der Welt
Das Schlechte für das Gute hält;

Dies Übel sieht man alle Tage.
Jedoch, wie wehrt man dieser Pest?
Ich zweifle, dass sich diese Plage
Aus unsrer Welt verdrängen lässt.

Ein einzig Mittel ist auf Erden,
Allein es ist unendlich schwer:
Die Narren müssten weise werden;
Und seht! sie werdens nimmermehr.

Nie kennen sie den Wert der Dinge.
Ihr Auge schliesst, nicht ihr Verstand:
Sie loben ewig das Geringe,
Weil sie das Gute nie gekannt.


Christian Fürchtegott Gellert (1715–1769)